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Traberausbildung – zum Aufgeben ist es zu spät!

Rückschläge in der Pferdeausbildung

Rückschläge in der Pferdeausbildung betreffen uns alle. Egal ob Freizeitreiter oder „Profi“. Wir alle kennen sie. Trotzdem sind sie oft deprimierend und gerade am Anfang der Ausbildung gehen sie einem sehr ans Herz.

Ich habe sehr oft hinterfragt, ob ich mit Tilly alles richtig mache. Gerade am Anfang, war der Umgang mit ihr nicht einfach. (Unsere Anfänge kannst du in meinem Blog-Beitrag „Vom Traber zum Reitpferd – die ersten Schritte in der Grundausbildung“ nachlesen.) Im ersten Jahr, war ich mir absolut nicht sicher, ob ich die Ausbildung meines Trabers vom Rennpferd zum Freizeitpartner wirklich schaffe und ob mir der Stress das alles wert ist.

Jeder Schritt vorwärts bedeutete mindestens 3 Schritte rückwärts. Wie oft bin ich vom Stall nach Hause gefahren und habe geweint. Ich war so oft so verzweifelt, weil einfach nichts funktionierte. Zumindest nicht so, wie ich es in meinem bisherigen Reiterleben gelernt hatte.

Also fasste ich den Entschluss, umzudenken. Ich habe mir Bücher über Horsemanship gekauft. Das Internet nach Informationen durchsucht. Berichte und verschiedene Blogs gelesen. Videos von Trainern angeschaut und sämtliche Tipps und Tricks, die ich für gut empfand, an meinem Pferd getestet.

Manches klappte super – anderes überhaupt nicht. Reiten war zu dieser Zeit überhaupt kein Thema. Wir mussten auch erstmal an den Basics und unserer Kommunikation arbeiten. Neben Rückschlägen in der Ausbildung, hatte Tilly auch sehr viele Verletzungen und wir mussten oft pausieren. Und jedes mal fing ich wieder von vorne an.

So verging das erste Jahr und nach und nach lernten wir, miteinander zu kommunizieren. Das „Vertrauenspflänzchen“ begann auch langsam zu wachsen und die ersten Erfolge stellten sich ein.

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Unsere Anfänge waren alles andere als einfach! Rückschläge standen auf der Tagesordnung. 1 Schritt vorwärts bedeutete 3 Schritte rückwärts.

Auf der Suche nach Hilfe von externen Trainern

Trotz der ersten Erfolge, welche hauptsächlich in der Boden- und Vertrauensarbeit zu verzeichnen waren, war ich nach einem Jahr an dem Punkt angelangt, dass ich externe Hilfe benötige.

So machte ich mich auf die Suche nach passenden Trainern. Ich lud einige zu einer Probestunde ein. Leider musste ich schnell feststellen, dass keiner wirklich zu uns passte. Die Eine war viel zu hektisch für mein sensibles Stütchen. Der Andere zu grob. Manche waren sogar gleich von Anfang an überfordert. Nach fünf Versuchen mit verschiedenen Trainern, habe ich das Thema zu tiefst betrübt sein lassen.

Aber mein „Bauchgefühl“ hat einfach immer „STOPP“ gesagt. Bei keinem der Trainer haben Tilly und ich uns wirklich wohl gefühlt.

Also habe ich mich weiterhin alleine um die Ausbildung bemüht. Zum Glück habe ich einen wundervollen Partner an meiner Seite, der mich hier wirklich sehr unterstützt hat.

Und so verging wieder ein Jahr mit Höhe und Tiefen und dem Gefühl, dass dir wirklich niemand helfen kann. Nicht mal sogenannte „Profis“.

Zum Aufgeben zu spät!

Obwohl wir immer noch mit vielen Rückschlägen klar kommen mussten, ist mir Tilly in den beiden Jahren so ans Herz gewachsen, dass Aufgeben nicht mehr für mich in Frage kam. Jetzt war weiter kämpfen angesagt!

Ich musste mir zwar leider sehr oft von anderen Reiterkollegen bzw. Reiterkolleginnen ziemlich blöde Kommentare anhören und mich belehren lassen, aber ich habe trotzdem versucht, meinen Weg mit Tilly weiter zu gehen. Denn mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass das schon der richtige Weg ist!

Geduld, viel Liebe und ein entspannter Umgang war an der Tagesordnung. Mein Stütchen sollte so wenig wie möglich Stress haben. Alles was in die richtige Richtung ging, wurde sofort gelobt. Falsche Reaktionen seitens Tilly versuchte ich zu ignorieren.

Erst nach circa 2,5 Jahren hatte ich das Gefühl, dass bei uns endlich der „Knoten“ geplatzt ist. Ich weiß nicht mal mehr, wie es passiert ist. Aber ab diesem Tag, lief alles viel besser. Tilly hatte nicht mehr dieses immense Stresslevel. Sie flippte nicht mehr bei jeder Kleinigkeit aus und lies sich auch relativ schnell wieder beruhigen.

Trotzdem blieben Rückschläge unser Begleiter. Nur kamen sie nicht mehr so oft vor und Fortschritte wurden immer besser ersichtlich.

Und so arbeiteten wir weiter an unserer Beziehung. Und das dritte Jahr verflog.

Vertrauen zwischen Pferd und Mensch. Vertrauensarbeit. Bodenarbeit. Horsemanship. Freiarbeit. Kommunikation.
Basis unserer Beziehung ist absolutes Vertrauen in den jeweiligen Partner.

Vertrauen zwischen Mensch und Pferd

Auch wenn es super lange gedauert hat, bin ich der vollen Überzeugung, dass die Basis allem das Vertrauen zwischen Pferd und Mensch ist. Erst seitdem wir uns vertrauen, können wir auch wirkliche Erfolge erzielen.

Tilly hat gelernt, dass ihr bei mir nichts schlimmes passiert. Sie kann mir vertrauen und ich ihr!

Der Weg war lange und ziemlich steinig. Es gibt immer Menschen, die meinen, dass sie es besser wissen. Wichtig für den gemeinsamen Weg mit unserem Pferd ist, dass wir unser treu bleiben. Wenn wir ein ungutes Gefühl bei einem Trainer oder einer anderen Person haben, sollten wir auf das Gefühl hören!

Ein kleiner Moment, eine falsche Handlung kann so viel in der Beziehung zu unserem Pferd kaputt machen. Wir Besitzer sind diejenigen, die ihr Pferd am Besten kennen und wissen, was gut für sie ist oder was nicht.

Auf mein Bauchgefühl zu vertrauen und meinem Weg treu zu bleiben, war der Schlüssel zu unserem Erfolg. Und ich bereue keine Sekunde, in der ich mich geweigert habe, etwas umzusetzen, worin ich kein gutes Gefühl hatte.

Daher meine Bitte an dich: Höre auf dein Bauchgefühl und bleibe dir immer treu!

Mein Fazit: Kämpfen lohnt sich!

Seit fast 4 Jahren ist Tilly nun an meiner Seite. Wir hatten sehr viele Tiefen, aber auch wunderschöne Höhen. Und wenn ich diese 4 Jahre nun zurück blicke, möchte ich keinen Tag missen.

Ich habe so unglaublich viel von Tilly gelernt. Auch über mich selber. Ich habe meine komplette Sicht auf Pferde verändert. Partnerschaft und Vertrauen ist mir wichtiger als Reiten.

Und jetzt sind wir sogar so weit, dass wir gemeinsame Ausritte unternehmen können, die wir Beide genießen.

Und das zeigt mir, dass sich kämpfen und durchhalten lohnt!

„Nur ein Pferd ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen macht.“

Autor unbekannt

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