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Vom Traber zum Reitpferd – die ersten Schritte in der Grundausbildung

Was das Pferd einmal gelernt hat, vergisst es nicht so schnell

Ein Traber ist ein Traber, ist ein Traber. Und diese Grundeinstellung deines Trabers zu ändern, ist eine wirkliche Herausforderung. Der Traber von der Rennbahn lernt schon in jungen Jahren, sehr schnell zu laufen. Und der Leistungsdruck im Pferdesport ist hoch.

Mir hat mal ein Trainer verraten, dass die jungen Traber bereits im Alter von 1,5 bis 2 Jahren zum ersten Mal vor ein Sulky gespannt werden. Nur damit sie sich schon mal daran gewöhnen. Ich enthalte mich hierzu mit einer persönlichen Meinung. Aber diese Tatsache zeigt mir, dass der Leistungsdruck für Sportpferde schon sehr früh beginnt.

Wie generell, gibt es natürlich solche und solche Trainer und Pferdebesitzer. Anhand des Charakters und des Verhaltens meiner Traberstute Tilly hat sie schon sehr früh gelernt, was es heißt, Leistung bringen zu müssen.

Als ich sie übernommen habe, war sie ein Nervenbündel mit einem extrem hohen Stresslevel. Stehen bleiben beim Putzen oder Anbinden am Putzplatz waren Fremdwörter. Entspannte Spaziergänge gab es nicht. Da waren einfach zu viele „Waldgeister“. Hufe auskratzen endete meistens damit, dass ihr Huf auf meinem Fuß landete, weil ich ihrer Meinung nach zu langsam war.

Sobald ich mit ihr arbeiten wollte und mehr als Schritt angesagt war, explodierte sie und raste kopflos um mich rum. 3 Jahre Rennkarriere haben einfach bei ihr Spuren hinterlassen.

Relativ schnell war mir klar, dass Tilly zwar mit ihren damals 6 Jahren eine Ausbildung genossen hat, aber nicht das, was ich brauchte um aus ihr einen zuverlässigen Freizeitpartner zu machen.

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Einen Traber umzuschulen, ist eine echte Herausforderung.

Das kleine Einmaleins am Boden

Also habe ich beschlossen, nochmal ganz von vorne anzufangen. Ich habe Tilly einfach alles neu beigebracht. Vom ruhigen stehen bleiben am Putzplatz, über ordentliches Hufe geben und auskratzen lassen. Bis hin zur Führposition neben mir.

Es hat Wochen gedauert, bis sie einigermaßen entspannt war und bei Kleinigkeiten nicht mehr explodiert ist.

Neben dem kleinen Einmaleins am Boden haben wir noch Anti-Schreck-Training gemacht. Wobei das von Anfang an, witzigerweise, überhaupt kein Problem war. Egal ob Regenschirm, Flatterband oder Plane am Boden. Ich hatte eher das Gefühl, das es ihr sogar richtig Spaß macht.

Wir haben auch sehr viel an der Hinterhand- und Vorhandverschiebung gearbeitet. Zudem habe ich mit leichten Seitengängen angefangen. Alles vom Boden aus. Da ich hier aber relativer „Newcomer“ war, habe ich mir viele Tipps und Tricks aus dem Internet geholt. Fündig wurde ich u.a. bei der großartigen Kenzie Dysli und ihrer Freiarbeit. In ihrem You-Tube-Kanal (hier der Link) findet man viele tolle und lehrreiche Videos. Angefangen von der richtigen Führposition bis hin zur Freiarbeit.

Geholfen hat mir auch das Buch von Karin Tillisch „Vom Round Pen zur Freiheitsdressur*“. Mit vielen Anregungen zu verschiedenen Übungen und wie sie korrekt ausgeführt werden.

Tilly und ich machten also learning by doing ;-).

Die Umschulung – Geduld ist ALLES

Bis wir uns so zusammen gefunden und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut hatten, verging ein gutes halbes Jahr. Tilly´s extremes Stresslevel lies, zum Glück, auch etwas nach.

Rückblickend betrachtet, hätte ich nie von mir gedacht, dass ich so viel Geduld aufbringen könnte. Aber es war die grundsätzlich richtige Entscheidung, Tilly als fast rohes Pferd zu betrachten und ganz von vorne anzufangen.

Abgesehen davon, dass uns diese Zeit gegenseitiges Vertrauen geschenkt hat, hat sie die Zeit auch für sich selber gebraucht. Nur so konnte Tilly ihren erlebten Stress etwas abbauen und einfach Pferd sein.

Erst als die Basis am Boden stimmte, habe ich den nächsten Schritt gemacht. Und auch da habe ich ihr wieder die Zeit gelassen, die sie gebraucht hat. Geduld begleitet ich auch heute noch in der Ausbildung meiner Traberstute zum Reitpferd.

Das wichtigste zwischen Reiter und Pferd ist ihre Beziehung zu einander. Es muss da ein Gleichgewicht herrschen zwischen Respekt und Vertrauen.

OstwindZusammen sind wir frei – Gefunden auf: https://www.myzitate.de/pferde/

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